
Datenintegration? Klingt einfach – ist es aber nicht.
Viele Automobilunternehmen stehen vor der Herausforderung, heterogene Datenquellen zu konsolidieren und entlang der Lieferkette nutzbar zu machen. Doch obwohl die Technologien längst verfügbar sind, bleibt der Fortschritt oft aus. Warum? Weil zwischen guter Absicht und guter Umsetzung oft einige Denkfehler liegen, die teuer werden können.
Dieser Beitrag zeigt die fünf häufigsten Irrtümer – und wie Sie vermieden werden können.
Das richtige Process Mining Tool:
- “Wir haben doch alle Daten – was soll da fehlen?”
- “Ein neues Tool wird das schon richten”
- “Unsere IT macht das schon irgendwie”
- “Unsere Datenqualität ist in Ordnung – glauben wir zumindest”
- “Das dauert alles zu lange – wir warten lieber ab”
- Fazit: Datenintegration ist keine Frage der Technik – sondern der Haltung
1. "Wir haben doch alle Daten – was soll da fehlen?"
Ja, die meisten Daten existieren irgendwo – verteilt über Abteilungen, Systeme, Tools. Aber: Was fehlt, ist eine strukturierte, konsolidierte Sicht auf diese Daten. Und genau diese brauchen Sie für Themen wie ESG-Reporting, Rückverfolgbarkeit und strategische Entscheidungen.
In der Praxis bedeutet das: Ohne zentrale Datengrundlage können Sie zwar einzelne Anforderungen erfüllen – doch Sie laufen Gefahr, wichtige Zusammenhänge zu übersehen. Gerade für OEMs und Tier-1-Zulieferer, die mit mehreren Partnern entlang der Lieferkette arbeiten, ist die durchgängige Transparenz entscheidend.
Tipp: Eine zentrale Datenbasis ist kein Luxus – sie ist die Grundlage für jede fundierte Analyse. Beginnen Sie mit einem klaren Dateninventar: Welche Daten liegen wo? In welchem Format? Mit welcher Qualität?
2. "Ein neues Tool wird das schon richten"
Ein zusätzliches System schafft selten Integration – oft schafft es nur ein weiteres Datensilo. Wer ohne Strategie Tools einführt, erhöht die Komplexität.
Zu viele Unternehmen investieren in neue Softwarelösungen, ohne die bestehende IT-Landschaft zu betrachten. Das Ergebnis: neue Schnittstellen, neue Konflikte, neuer Aufwand. Statt Integration zu schaffen, wird der Wildwuchs weiter befeuert.
Tipp: Setzen Sie auf Plattformen wie Catena-X, die standardisierte Schnittstellen bieten und Integration von Beginn an mitdenken. Wichtig dabei: Neue Systeme müssen in bestehende Prozesse eingebettet werden – nicht umgekehrt.
3. "Unsere IT macht das schon irgendwie"
Viele Projekte scheitern, weil Business und IT aneinander vorbeireden. Die IT kann viel – aber ohne klare Zielsetzung, Priorisierung und Ressourcen bleibt es bei halben Lösungen.
Typisch ist: Der Fachbereich will Ergebnisse, die IT kämpft mit Komplexität, Datenschutz, Schnittstellen und Sicherheitsvorgaben. Was fehlt, ist oft ein gemeinsames Zielbild – und ein Projektteam, das interdisziplinär arbeitet.
Tipp: Datenintegration ist ein strategisches Projekt – kein reines IT-Vorhaben. Holen Sie alle Stakeholder an einen Tisch. Nur so gelingt es, Anforderungen aus Compliance, Nachhaltigkeit, Produktion und IT in Einklang zu bringen.
4. "Unsere Datenqualität ist in Ordnung – glauben wir zumindest"
Ohne Standards und systematische Prüfung bleibt die Datenqualität oft reines Bauchgefühl. Die Folge: Fehlende Konsistenz, aufwändige Nachbearbeitung, schwache Analysen.
In der Realität bedeutet das: Excel-Dateien mit manuell gepflegten Rohdaten, inkonsistente Materialstammdaten, doppelte Erfassungen in verschiedenen Systemen. Diese Unsauberkeiten kosten Zeit, Nerven – und im Zweifelsfall auch Compliance.
Tipp: Bauen Sie klare Prozesse zur Datenharmonisierung auf – idealerweise verbunden mit Plattformintegration und automatisierter Validierung. Datenqualität ist keine Einmal-Aktion, sondern eine dauerhafte Governance-Aufgabe.
5. "Das dauert alles zu lange – wir warten lieber ab"
Zögern kostet – Zeit, Geld, Marktanteile. Die Anforderungen steigen, der Wettbewerb schläft nicht, und ESG-Berichte kommen nicht später, nur weil Sie noch nicht bereit sind.
Immer noch setzen viele Unternehmen auf reaktives Handeln – sie warten, bis der Druck von außen steigt. Doch wer jetzt nicht beginnt, verliert den Anschluss. Datenintegration ist kein Projekt, das man “irgendwann mal” umsetzt – es ist ein kontinuierlicher Transformationsprozess.
Ein mittelständisches Unternehmen aus der Automobilbranche konnte durch die gezielte Integration von Catena-X seine Datenerfassungszeit um 30 % reduzieren – und so nicht nur effizienter, sondern auch audit-sicher arbeiten.
Tipp: Starten Sie iterativ. Kleine, gut geplante Integrationsprojekte bringen schneller Ergebnisse als jahrelange Konzepte ohne Umsetzung. Jede gewonnene Schnittstelle spart langfristig Ressourcen.
Fazit: Die beste Wahl für langfristige Optimierung treffen
Wer auf Integration setzt, schafft:
- Transparenz in Echtzeit statt Rückblick mit Verzögerung
- Effizienz in der Zusammenarbeit mit Partnern
- Eine belastbare Basis für Nachhaltigkeits- und Produktionsziele
- Sicherheit bei regulatorischen Anforderungen
Fazit für Entscheider:innen: Wer jetzt handelt, verschafft sich nicht nur technische Vorteile – sondern auch strategische Klarheit. Datenintegration ist der Schlüssel, um nachhaltige Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.
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